Sport Russell feiert Podium beim Heimrennen in Silverstone – Pech für Antonelli

Russell feiert Podium beim Heimrennen in Silverstone – Pech für Antonelli

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Formel 1 Silverstone - George Russel
Formel 1 Silverstone - George Russel fährt aufs Podium © Mercedes Benz AG

Spannung pur beim Großen Preis von Großbritannien: George Russell sicherte sich mit Rang zwei sein erstes Podium vor heimischem Publikum in Silverstone. Teamkollege Kimi Antonelli erlebte hingegen ein unglückliches Rennen und verpasste die Punkteränge.

Antonelli verliert Führung nach dem Start

Antonelli ging von der Pole Position ins Rennen. Ein schwacher Start warf ihn jedoch direkt hinter die beiden Ferrari-Piloten Charles Leclerc und Lewis Hamilton auf den dritten Platz zurück. Russell behauptete dahinter die vierte Position.

Im ersten Stint zog Antonelli an Hamilton vorbei und verlängerte seinen Fahrabschnitt, während Leclerc früh stoppte. Dank einer starken Pace und zehn Runden frischeren Reifen kam der Youngster mit nur 7,5 Sekunden Rückstand auf Leclerc wieder auf die Strecke. Ein packendes Duell um den Rennsieg zeichnete sich ab.

Reifenpech bremst Russell temporär aus

Russell kämpfte unterdessen erfolgreich um den dritten Platz. Er übernahm die Position von Hamilton, als dieser eine Fünf-Sekunden-Zeitstrafe absitzen musste. Ein schleichender Reifenschaden zwang Russell jedoch wenig später zu einem ungeplanten zweiten Boxenstopp, was ihn zunächst zurückwarf.

Technische Probleme kosten Antonelli den Sieg

An der Spitze wurde Antonellis Aufholjagd durch einen technischen Defekt gestoppt. Ein Schaden am vorderen linken Radschutz („Wheel Shield“) beeinträchtigte die Fahrzeugbalance massiv. Die Folge waren mehrere zusätzliche Boxenstopps, die ihn weit zurückwarfen.

Nach der Boxenstopp-Serie fand sich Antonelli auf dem zehnten Rang wieder. Eine finale Punktejagd wurde jedoch durch eine späte Safety-Car-Phase verhindert, die durch den gestrandeten Red Bull von Max Verstappen ausgelöst wurde.

Spätes Safety Car bringt Russell Platz zwei

Russell profitierte von der Neutralisation des Rennens. Nach einer starken Aufholjagd lag er bereits wieder auf Rang drei und übernahm den zweiten Platz, als Hamilton während der Safety-Car-Phase die Box ansteuerte. Da das Rennen hinter dem Sicherheitsfahrzeug beendet wurde, stand der Podestplatz fest.

Führung in der Weltmeisterschaft behauptet

Trotz des wechselhaften Rennverlaufs reist das Team als Spitzenreiter der Konstrukteurswertung zum letzten Double-Header vor der Sommerpause. In der Fahrer-Weltmeisterschaft belegen Antonelli und Russell weiterhin die Plätze eins und zwei.

Formel 1 GP von Grossbritannien George Russel
Formel 1 GP von Grossbritannien George Russel gratuliert Charles Leclerc zum Sieg in Silverstone © Mercedes Benz AG
Stimmen der Fahrer und Teamchef von Mercedes AMG F1 

George Russell Auf dem Podium in Silverstone zu stehen, ist immer etwas Besonderes. Nachdem ich bei meinem Heimrennen in den letzten Jahren kein Glück hatte, ist es schön, endlich ein Ergebnis zu erzielen, das ich mit diesen Fans feiern kann. Für mich ist es immer einer der Höhepunkte im Rennkalender. Die Unterstützung hier ist unglaublich, die Fans sind so leidenschaftlich. Vor heimischem Publikum zu fahren, werde ich niemals als selbstverständlich ansehen. Ich bin dankbar für all ihre Unterstützung und freue mich sehr, dass wir ihnen zumindest einen Podiumsplatz bescheren konnten.

Es war heute ein Rennen mit einer ganzen Bandbreite an Emotionen. Zeitweise hatten wir Pech, aber am Ende hatten wir auch ein bisschen Glück. Das Safety Car kam uns gelegen, da alle hinter mir frische Reifen aufgezogen hatten. Wäre das Rennen wieder freigegeben worden, hätte ich wahrscheinlich mindestens eine Position verloren. Daher bin ich froh, dass es unter dem Safety Car zu Ende ging und wir den zweiten Platz nach Hause bringen konnten.

Es war kein besonders starkes Wochenende für uns. Ich versuche schon seit einiger Zeit zu verstehen, warum ich zu kämpfen habe. Obwohl es sich heute etwas besser anfühlte, gibt es immer noch viele Dinge, die wir verbessern können. Während des Rennens habe ich gespürt, wie sich der schleichende Reifenschaden entwickelte. Über eineinhalb Runden habe ich etwa fünf oder sechs PSI verloren. Dadurch fühlte sich das Auto zunehmend unausgewogen an. Abgesehen davon gibt es für uns noch viel zu tun, um herauszufinden, wo uns die Performance fehlt. Wir werden alle Daten analysieren, bevor wir nach Spa weiterreisen, damit wir dort stärker zurückkommen können.

Kimi Antonelli Heute war einer dieser Tage, an denen einfach alles gegen uns zu laufen schien. Wir hatten im Rennen eine wirklich starke Pace und es fühlte sich so an, als hätten wir den Speed, um die Lücke zu schließen und um den Sieg zu kämpfen. Genau das macht das Ende unseres Rennens so frustrierend. Dadurch haben wir nicht die Chance erhalten, um den Sieg zu kämpfen, aber manchmal liegen diese Dinge einfach außerhalb deiner Kontrolle.

Der Schaden trat plötzlich auf. Ich bin jede Runde über denselben Kerb gefahren, aber in genau dieser Runde bin ich darüber gefahren und habe sofort den Abtrieb an der Vorderachse verloren. Das Auto fuhr nicht mehr geradeaus und die Pace fiel ab. Ich wusste, dass ein Teil des Radschutzes gebrochen war, aber es schien, als sei mehr im Spiel gewesen, als wir in diesem Moment erkennen konnten. Wir werden alles analysieren und genau herausfinden, was passiert ist.

Trotz aller Rückschläge habe ich weiter Druck gemacht und versucht, jede Gelegenheit optimal zu nutzen. Das ist immer meine Einstellung. Selbst als es sich so anfühlte, als würde alles gegen uns laufen, habe ich weiter darum gekämpft, diesen einen Punkt zu holen, bevor das Safety Car die Situation veränderte. Ich weiß, dass ich alles gegeben habe, und wir werden gestärkt zurückkommen. Die Unterstützung durch die Fans war an diesem Wochenende unglaublich. Ich freue mich schon darauf, in Spa zurückzuschlagen.

Toto Wolff, Teamchef und Geschäftsführer Das war ein dramatisches Rennen! Wir freuen uns riesig für George. Er hat an diesem Wochenende nicht so gut mit dem Auto harmoniert, wie er es sich gewünscht hätte. Er hat jedoch große Widerstandsfähigkeit bewiesen, weiter hart gearbeitet und sich nach dem Reifenschaden, durch den er aus dem Kampf um Platz drei geworfen wurde, wieder zurückgekämpft. Wir hatten gehofft, dass das Safety Car am Ende auf der Strecke bleiben würde, da Lewis (Hamilton) direkt dahinter auf frischen Reifen lag – und genau so kam es auch. Sein erster Podiumsplatz bei seinem Heimrennen hier in Silverstone ist ein wohlverdientes Ergebnis.

Für Kimi hingegen war es ein unglückliches Rennen. Er zeigte eine großartige Pace und wäre ohne den Defekt an seinem „Wheel Shield” ein starker Anwärter auf den Sieg gewesen. Uns war nicht zu 100 % klar, wie der Schaden aussah. Als wir es herausfanden, dachten wir, dass sein Rennen damit gelaufen sei. Er hat sich gut geschlagen und den zehnten Platz gehalten. Das Safety Car wirkte sich jedoch zu seinem Nachteil aus, da er noch eine Fünf-Sekunden-Zeitstrafe absitzen musste.

Nun werden wir uns neu formieren, bevor es nach Spa und Ungarn zum letzten Double-Header vor der Sommerpause geht. Wir befinden uns in beiden Weltmeisterschaften in einer starken Position, wissen aber, dass wir uns die aktuellen Zuverlässigkeitsprobleme nicht leisten können. Das ist etwas, woran wir alle hart arbeiten, um es in den Griff zu bekommen und zu verbessern.

Joerg
Hallo ich bin der Jörg und der Gründer dieser Webseite. Ich bin gelernter Kfz Schlosser mit Kfz Meistertitel mit genügend Berufserfahrung und früher aktiv im Fußball später im Motorsport mit der Sicht eines Mechanikers und als Fahrer unterwegs mit Interesse für Neuheiten aus der Automobilwelt sowie technischen Innovationen aus der digitalen und analogen Welt. Ich schreibe hier über alles rund ums Thema Auto den Sport (Motorsport & Fußball) sowie alles was aus der digitalen und analogen Welt stammt. Als Fan des guten Klang´s hab ich schon das ein oder andere Hifi Gerät unter die Lupe genommen.