Auto & Mobiles Produktionsstart in Dingolfing: Die neue BMW 7er Limousine läuft vom Band

Produktionsstart in Dingolfing: Die neue BMW 7er Limousine läuft vom Band

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Die Produktion des neuen BMW i7 M70 xDrive im BMW Group Werk Dingolfing
Die Produktion des neuen BMW i7 M70 xDrive im BMW Group Werk Dingolfing © BMW AG

Im BMW Group Werk Dingolfing hat die Serienfertigung der neuen BMW 7er Limousine begonnen. Das überarbeitete Flaggschiff markiert einen wichtigen Schritt für den Automobilhersteller. Das Modell integriert erstmals Technologien der kommenden „Neuen Klasse“ in ein bestehendes Serienfahrzeug.

Bis zum Jahr 2027 plant der Konzern, diese neuen Systeme in insgesamt 40 Fahrzeugmodelle zu integrieren. Laut Werksleitung vereint die Fertigung in Niederbayern moderne industrielle Prozesse mit präziser Handarbeit, um den hohen Qualitätsansprüchen auf dem globalen Markt gerecht zu werden.

Technische Neuerungen und digitale Ausstattung

Die aktuelle Modellpflege gilt als die umfangreichste in der Geschichte der Baureihe. Neben optischen Anpassungen im Design der Luxusklasse wurde die Software- und Elektronikarchitektur grundlegend zentralisiert. Zu den wichtigsten Neuerungen im Innenraum gehören:

  • BMW Panoramic iDrive: Ein neues Anzeige- und Bedienkonzept für den Fahrer.
  • Erweiterte Bildschirme: Integration des BMW Passenger Screens sowie ein überarbeiteter Theatre Screen im Fond.
  • Symbiotic Drive: Ein System für die optimierte Interaktion zwischen Fahrer und Fahrerassistenzsystemen.

Höhere Reichweite und gesteigerte Ladeleistung

Fortschritte gibt es auch beim elektrischen Antrieb durch den Einsatz von Rundzellen der sechsten Generation. Die vollelektrische Variante BMW i7 60 xDrive erzielt eine Reichweite von bis zu 727 Kilometern nach WLTP-Standard. Der Ladevorgang von 10 auf 80 percent der Batteriekapazität dauert unter optimalen Bedingungen rund 28 Minuten.

  • Energieverbrauch kombiniert: 20,8 kWh/100 km (WLTP)
  • CO₂-Emissionen kombiniert: 0 g/km (WLTP)
  • CO₂-Klasse: A
  • Elektrische Reichweite: 608–727 km (WLTP)

Für Käufer stehen zudem erweiterte Individualisierungsoptionen zur Auswahl. Im Exterieur stehen über 500 Lackierungen bereit, während im Innenraum rund 700 Material- und Ausstattungskombinationen möglich sind.

Fertigung zwischen Automatisierung und Handarbeit

Die Produktion erfordert flexible Abläufe. Ein Beispiel hierfür ist die optionale „Dual-Finish“-Lackierung, welche matte und glänzende Oberflächen auf einer Karosserie kombiniert. Der gesamte Prozess in der Lackiererei benötigt pro Fahrzeug mehr als 4.500 Arbeitsminuten, wovon rund 2.000 Minuten auf manuelle Tätigkeiten entfallen.

Auch in der Interieur-Fertigung arbeiten Angestellte handwerklich eng mit digitalen Werkzeugen zusammen. Bei der Qualitätskontrolle von Leder und dem Zuschnitt wird künstliche Intelligenz eingesetzt, während beim Nähen der Cockpit-Bezüge ein 3D-Nähroboter die Fachkräfte unterstützt.

Flexible Linienfertigung und regionale Investitionen

Der neue BMW 7er wird in der Montagehalle 52 auf demselben Band wie die BMW 5er Reihe und der BMW iX produziert. Die Fertigungslinie ist so ausgelegt, dass Benziner, Diesel, Plug-in-Hybride und reine Elektroantriebe flexibel im Mix direkt nacheinander montiert werden können. Für die Umstellung der neuen Bordnetzarchitektur und Cockpit-Komponenten wurden die Arbeitsplätze entsprechend angepasst.

Die BMW Group hat für diese Modellüberarbeitung zweistellige Millionen-Euro-Beträge in die Standorte Dingolfing und Landshut investiert. Das Werk Dingolfing fertigt neben dem Gesamtfahrzeug auch Kernkomponenten wie Achsen und E-Maschinen. Aus dem nahen Werk Landshut stammen Cockpit-Bauteile, Stoßfänger sowie spezifische Gussteile für die Karosserie.

Qualitätssicherung und Nachhaltigkeit im Werk

Jedes Fahrzeug absolviert nach der Fertigung ein digitales Prüfprogramm sowie automatisierte Tests auf der werkseigenen Teststrecke. Zusätzlich durchläuft jede hergestellte Limousine eine reale Kontrollfahrt auf öffentlichen Straßen durch Testfahrer.

Gesamtfahrzeugtests der neuen BMW 7er Limousine
Gesamtfahrzeugtests der neuen BMW 7er Limousine © BMW AG

Beim Energiebedarf setzt der Standort verstärkt auf regenerative Quellen:

  • Grünstrom: Der extern eingekaufte Strom stammt komplett aus erneuerbaren Energien.
  • Photovoltaik: Eine werkseigene Dachanlage liefert seit Ende 2025 fast 11 MWp Leistung.
  • Biomasse: Ein neues Heizwerk versorgt das Fahrzeugwerk mit bis zu 100.000 MWh Nahwärme und deckt damit etwa die Hälfte des benötigten Prozesswärmebedarfs.
Fazit

Die Produktion der neuen BMW 7er Limousine im Werk Dingolfing markiert einen technologischen Wendepunkt für den Automobilhersteller. Durch die erstmalige Integration von Systemen der „Neuen Klasse“ in ein bestehendes Serienmodell leitet BMW eine umfassende Modernisierung seiner Fahrzeugflotte ein. Der Spagat zwischen hochautomatisierter Großserie und zeitaufwendiger Handarbeit zeigt, dass Luxus und Individualität im Premiumsegment weiterhin im Fokus stehen. Gleichzeitig setzt das Werk mit dem Ausbau von Photovoltaik und Biomasse ein klares Signal für eine CO₂-reduzierte Produktion in der Automobilindustrie.

FAQ (Häufig gestellte Fragen)

Wo wird die neue BMW 7er Limousine gebaut?

Die neue BMW 7er Limousine wird im BMW Group Werk Dingolfing in Niederbayern produziert. Zentrale Komponenten wie Achsen und E-Maschinen entstehen ebenfalls direkt vor Ort, während weitere Bauteile aus dem nahegelegenen Komponentenwerk Landshut zugeliefert werden.

Welche Antriebsarten gibt es für den neuen BMW 7er?

BMW fertigt das Modell hochflexibel auf einer einzigen Produktionslinie. Kunden können je nach Bedarf zwischen folgenden Antriebsarten wählen:

  • Klassische Benzinmotoren
  • Effiziente Dieselantriebe
  • Plug-in-Hybride (PHEV)
  • Vollelektrische Antriebe (BEV)

Wie hoch ist die Reichweite des elektrischen BMW i7 60 xDrive?

Die vollelektrische Variante erzielt eine maximale elektrische Reichweite von 608 bis 727 Kilometern nach dem weltweit harmonisierten Prüfverfahren für Personenwagen (WLTP).

Wie lange dauert der Ladevorgang beim elektrischen BMW 7er?

Dank der neuen Batterietechnologie mit Rundzellen der sechsten Generation lässt sich die Batterie der vollelektrischen Limousine unter optimalen Bedingungen in rund 28 Minuten von 10 auf 80 Prozent aufladen.

Was ist das Besondere an der Dual-Finish-Lackierung?

Die optionale Dual-Finish-Lackierung kombiniert erstmals matte und glänzende Oberflächen auf einer einzigen Karosserie. Dieser aufwendige Prozess erfordert über 4.500 Arbeitsminuten pro Fahrzeug, wovon rund 2.000 Minuten in präziser Handarbeit durchgeführt werden.

Wie nachhaltig ist die Produktion im Werk Dingolfing?

Der extern eingekaufte Strom des Werks stammt zu 100 Prozent aus regenerativen Quellen. Zudem deckt der Standort etwa die Hälfte seines Prozesswärmebedarfs über ein regionales Biomasse-Heizwerk ab und erzeugt eigenen Grünstrom über eine großflächige Photovoltaik-Dachanlage mit fast 11 MWp Leistung.

Joerg
Hallo ich bin der Jörg und der Gründer dieser Webseite. Ich bin gelernter Kfz Schlosser mit Kfz Meistertitel mit genügend Berufserfahrung und früher aktiv im Fußball später im Motorsport mit der Sicht eines Mechanikers und als Fahrer unterwegs mit Interesse für Neuheiten aus der Automobilwelt sowie technischen Innovationen aus der digitalen und analogen Welt. Ich schreibe hier über alles rund ums Thema Auto den Sport (Motorsport & Fußball) sowie alles was aus der digitalen und analogen Welt stammt. Als Fan des guten Klang´s hab ich schon das ein oder andere Hifi Gerät unter die Lupe genommen.