Digital HiFi-Technik in der DDR: Qualität inmitten von Mangelwirtschaft

HiFi-Technik in der DDR: Qualität inmitten von Mangelwirtschaft

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DDR HiFi Plattenspieler
DDR HiFi Plattenspieler (Symbolfoto)

Kult auf Raten – Der schwere Weg zum guten Ton in der DDR In der ehemaligen DDR gab es schon gute HiFi Geräte sowie auch Lautsprecher. Nur bekommen musste man die Geräte. Man brauchte schon einige Beziehungen weil in der ehemaligen DDR die Entwicklung der Unterhaltungselektronik durch eigene Entwicklungen aber wie bei so eigentlich allem von Versorgungsmängeln geprägt war.

Es gab schon sehr gute Anlagen und Lautsprecher, jedoch waren diese auch sehr teuer für die damalige Zeit. Bestes Beispiel die damalige HMK Serie welche modular im Bausteinsystem aufgebaut war und jede Komponente kostet zwischen 1300 und 2500 Mark.

Bei den Lautsprechern waren die Kugelboxen HELI LK 6 oder die etwas größeren Heli K 20 welche zu einem Paarpreis von ca. 480 DDR Mark totaler Kult. Aber gerade die Heli K20 waren extrem schwer zu bekommen oder man hatte wirklich sehr gute Beziehungen.

Spulentonbandgeräte waren in der DDR sehr beliebt aber die Herstellung sehr limitiert. So wurde aus der Tschechoslowakei das Tesla importiert. Aus der Sowjetunion wurde das Spulentonband Jupiter importiert. Sie waren zwar sehr schwer aber sehr zuverlässig.

Spulentonband (Symbolfoto)
Spulentonband (Symbolfoto)

Bekannte Hersteller von Unterhaltungselektronik

RFT Kombinat Rundfunk- und Fernsehtechnik Staßfurt: Der vielleicht bekannteste Hersteller von Unterhaltungselektronik. Legendär waren damals die Farbfernseher Color 20 (war der erste Farbfernseher der DDR) oder Color40. Es wurden auch Stereoanlagen gebaut.

VEB Rundfunktechnik REMA Stollberg Bekannt für kompakte Stereoanlagen oder Stereoradios wie das Rema Andante

VEB Statron Dort wurden unter anderem Labornetzteile und auch Lautsprecher wie die Kompaktbox B 9321 hergestellt

VEB Phonotechnik Zittau Stellte sehr gute Plattenspieler her wie den Ziphona Türkis

Wenn man guten Sound in den eigenen vier Wänden haben wollte, musste man entweder jahrelang sparen und warten, oder man besaß die richtigen Beziehungen. Begehrte Geräte wurden oft als sogenannte „Bückware“ unter dem Ladentisch gehandelt – häufig gegen echte Westmark (DM) oder im direkten Tausch gegen andere knappe Güter und handwerkliche Dienstleistungen. Wer ohne Beziehungen Erfolg haben wollte, musste kreativ sein: Manche Käufer boten dem Personal diskret ein persönliches „Trinkgeld“ in Ost-Mark an, um die Wartezeit abzukürzen, oder nutzten gezielt das System der Anzahlungen, um sich ein Gerät zu reservieren.

Joerg
Hallo ich bin der Jörg und der Gründer dieser Webseite. Ich bin gelernter Kfz Schlosser mit genügend Berufserfahrung und früher aktiv im Fußball später im Motorsport unterwegs mit Interesse für Neuheiten aus der Automobilwelt sowie technischen Innovationen aus der digitalen und analogen Welt. Ich schreibe hier über alles rund ums Thema Auto den Sport (Motorsport & Fußball) sowie alles was aus der digitalen und analogen Welt stammt. Als Fan des guten Klang´s hab ich schon das ein oder andere Hifi Gerät unter die Lupe genommen.