
Das BMW Motorrad World Endurance Team hat beim zweiten Saisonlauf der FIM Endurance World Championship (FIM EWC) 2026 einen Start-Ziel-Sieg verbucht. Beim 8-Stunden-Rennen in Spa-Francorchamps setzten sich die Fahrer Markus Reiterberger, Steven Odendaal und Michael van der Mark erfolgreich gegen die Konkurrenz durch. Nach einem glücklosen Saisonauftakt in Le Mans meldet sich das Werksteam damit im Kampf um die Weltmeisterschaft zurück.
Dominanz von der Poleposition bis zur Zielflagge
Bereits in den Qualifikationstrainings am Freitag zeichnete sich die starke Form der Mannschaft ab. Alle drei Piloten sicherten sich in ihren jeweiligen Gruppen die Bestzeit. Mit der Startnummer 37 ging die BMW M 1000 RR schließlich mit einem Vorsprung von über einer halben Sekunde von der Poleposition aus ins Rennen.
Obwohl das Trio die Führung in der Anfangsphase kurzzeitig abgeben musste, übernahm das Team schnell wieder die Spitzenposition.
Das Rennen auf der anspruchsvollen Rennstrecke in den belgischen Ardennen war von stark wechselhaftem Wetter geprägt. Der ständige Wechsel zwischen Regenschauern und abtrocknender Strecke forderte von Fahrern und Strategen präzise Entscheidungen bei der Reifenwahl. Durch eine fehlerfreie Leistung der Boxencrew und kontrolliertes Risiko auf der Strecke verteidigte das Team die Führung bis ins Ziel.

Wichtige Punkte für die Weltmeisterschaft
Mit dem Maximum an Punkten aus der Poleposition und dem Rennsieg klettert das BMW Motorrad World Endurance Team auf den dritten Rang der Gesamtwertung. Für Teamchef Werner Daemen und BMW Motorrad Motorsport Direktor Sven Blusch bedeutet dieser Heimerfolg eine Bestätigung der technischen Weiterentwicklung über die Wintermonate. Christian Gonschor, Technischer Direktor, lobte im Anschluss vor allem die Zuverlässigkeit des Motorrads und die fehlerfreie Arbeit der Mechaniker unter den schwierigen Bedingungen.
Die Fahrer zeigten sich nach den jüngsten Rückschlägen in den vergangenen Langstreckenrennen erleichtert. Laut Markus Reiterberger spielte die exakte Überwachung des Regenradars eine Schlüsselrolle für den taktischen Erfolg. Michael van der Mark und Steven Odendaal betonten die Bedeutung des Sieges für das Selbstvertrauen des gesamten Teams vor den kommenden Aufgaben.
Die Ergebnisse der weiteren BMW-Teams
Neben dem Werksteam waren weitere Mannschaften auf der BMW M 1000 RR in Spa am Start:
- Team ERC Endurance (#6): Das Trio Marcel Schrötter, Kenny Foray und Jan-Ole Jähnig erreichte den zehnten Gesamtrang.
- Team Étoile (#25): Sickerte auf Platz elf durchs Ziel und sicherte sich damit den vierten Rang in der Superstock-Klasse.
- LRP Poland (#90): Beendete das 8-Stunden-Rennen auf dem zwölften Platz.
- Team Tecmas – Minerva Oil (#9): Kam auf Rang 13 ins Ziel (Platz fünf in der Superstock-Wertung).
- AutoRace Ube Racing Team (#76): Das offizielle Team Japan mit Sylvain Guintoli, Naomichi Uramoto und Hannes Soomer belegte bei seinem Spa-Debüt den 25. Platz.
Pech hatte die Mannschaft von Tecmas-HERT Powered by MRP (#38). Die Superstock-Sieger von Le Mans führten ihre Klasse zur Halbzeit des Rennens an, mussten das Motorrad jedoch aufgrund eines technischen Defekts vorzeitig abstellen.
Ausblick auf das nächste EWC-Rennen
Nach dem Erfolg in Belgien richtet sich der Fokus der Langstrecken-Weltmeisterschaft auf den asiatischen Kontinent. Der dritte von insgesamt vier Saisonläufen der FIM EWC 2026 findet Anfang Juli statt. Dann steht für die Teams das traditionsreiche 8-Stunden-Rennen im japanischen Suzuka auf dem Programm.
















