
Mercedes-AMG Motorsport erlebte am Lausitzring ein Wechselbad der Gefühle. Vor einer Rekordkulisse von 58.000 Zuschauern sammelte die Marke zwar wichtige Punkte, musste jedoch die Führung in der Fahrerwertung abgeben.
Der Rennsamstag: Starkes Zeittraining und Reifenpoker
- Dominanz im Qualifying: Bei Temperaturen über 30 Grad fuhren Lucas Auer (3.), Jules Gounon (4.), Maro Engel (5.) und Tom Kalender (8.) geschlossen in die Top 10.
- Taktik im Regen: Ein plötzlicher Schauer vor dem Rennstart bewegte alle AMG-Teams dazu, auf Regenreifen zu setzen.
- Strategischer Nachteil: Der anfängliche Vorteil schwand schnell, da die Strecke unerwartet rasch abtrocknete und frühe Wechsel auf Slicks nötig wurden.
- Turbulentes Rennergebnis: Eine Full-Course-Yellow-Phase wirbelte das Feld durcheinander. Auer landete auf Platz sechs, Gounon auf sieben und Kalender auf elf.
- Zeitstrafe für Engel: Maro Engel fuhr zwar die schnellste Rennrunde (1:20,649 Minuten), fiel aber durch eine Zeitstrafe wegen einer Geschwindigkeitsüberschreitung auf Rang 15 zurück.
Der Rennsonntag: Rückschläge bei den Boxenstopps
- Schwieriges Zeittraining: Am Sonntag reichte es für die Mercedes-AMG Piloten nur für die Startplätze 7 (Engel), 12 (Gounon), 13 (Auer) und 17 (Kalender).
- Fehler beim Reifenwechsel: Sowohl bei Gounon als auch bei Engel unterlief der Crew derselbe Fehler (Reifen nicht dauerhaft festgehalten), was jeweils zu einer Penalty Lap führte.
- Vorzeitiges Aus: Jules Gounon und Tom Kalender mussten ihre Fahrzeuge vorzeitig in der Box abstellen.
- Schadensbegrenzung: Maro Engel rettete bei seinem 130. DTM-Einsatz trotz Strafe den siebten Platz. Lucas Auer belegte Rang elf.
Thomas Jäger (Sportlicher Leiter DTM, Mercedes-AMG Motorsport) zog nach dem DTM-Wochenende auf dem Lausitzring eine gemischte Bilanz, da Full-Course-Yellow-Phasen und schwierige Bedingungen am Sonntag eine bessere Punkteausbeute verhinderten, der Titelkampf jedoch weiterhin offen bleibt. Während Lucas Auer (Team Landgraf) dem verpassten Podium am Samstag hinterhertrauerte und Maro Engel (Team RAVENOL) selbstkritisch auf eigene Fehler sowie eine Strafe zurückblickte, hofft Tom Kalender (Team Landgraf) trotz Pechs auf eine Wende beim nächsten Rennen am Norisring.

Fazit: Schadensbegrenzung in der Lausitz
Das Rennwochenende am Lausitzring verlief für Mercedes-AMG nicht nach Plan. Während die Grundschnelligkeit im Samstags-Qualifying überzeugte, verhinderten unglückliche Safety-Car-Phasen, ein riskanter Reifenpoker und folgenschwere Fehler bei den Boxenstopps am Sonntag bessere Platzierungen. Trotz des Verlusts der Führung in der Fahrerwertung bleibt die Meisterschaft extrem spannend. In der Herstellerwertung behält Mercedes-AMG weiterhin die Spitzenposition. Vor dem nächsten DTM-Highlight steht für die Piloten nun der Fokus auf dem legendären 24-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps.
FAQ – Häufig gestellte Fragen
Wer führt aktuell die DTM-Fahrerwertung an?
Mercedes-AMG musste die Führung abgeben. Maro Engel und Lucas Auer liegen mit jeweils 77 Punkten auf den Plätzen zwei und drei der Tabelle.
Welches Team führt die Herstellerwertung an?
In der Markenmeisterschaft liegt Mercedes-AMG trotz des schwierigen Wochenendes weiterhin an der Spitze.
Warum erhielten die Mercedes-AMG Fahrer am Sonntag Strafen?
Sowohl Maro Engel als auch Jules Gounon erhielten eine sogenannte Penalty Lap, weil die Boxencrew beim Reifenwechsel gegen die Sicherheitsregularien verstoßen hatte (ein gelöstes Rad wurde nicht dauerhaft festgehalten).
Wie viele Zuschauer waren am Lausitzring?
Mit insgesamt 58.000 Besuchern verzeichnete das Rennwochenende am Lausitzring einen deutlichen Zuschauerzuwachs im Vergleich zum Vorjahr.
Wann und wo findet das nächste DTM-Rennen statt?
Das nächste DTM-Wochenende wird vom 3. bis 5. Juli auf dem berühmten Stadtkurs Norisring in Nürnberg ausgetragen. Vorher bestreiten die Fahrer jedoch noch das 24-Stunden-Rennen in Spa-Francorchamps.
















