
Spannung pur in der Lausitz: Beim sechsten Lauf der aktuellen DTM-Saison hat sich Matteo Cairoli den Sieg gesichert. In einem extrem fordernden Rennen auf dem Dekra Lausitzring behielt der Emil-Frey-Racing-Pilot die Nerven und feierte damit seinen zweiten Saisonerfolg. Mit diesem Triumph übernimmt der Italiener gleichzeitig die Spitze der Meisterschaftstabelle.
Ferrari-Sieg vor historischer Aston-Martin-Kulisse
Cairoli, der im Ferrari 296 GT3 Evo an den Start ging, lieferte sich über 42 Runden einen packenden Kampf gegen die Konkurrenz und die extremen Temperaturen von über 32 Grad. Trotz des enormen Drucks durch den zweitplatzierten Nicki Thiim rettete Cairoli einen hauchdünnen Vorsprung von nur 0,413 Sekunden ins Ziel.
Für den dänischen Comtoyou-Racing-Fahrer Thiim war der zweite Platz dennoch ein historischer Erfolg: Er bescherte der Marke Aston Martin das allererste Podium in der Geschichte der Rennserie.
Podiums-Sensation für Ford und Finn Wiebelhaus
Auch auf dem dritten Rang gab es Grund zum Feiern. Youngster Finn Wiebelhaus fuhr in seinem erst sechsten DTM-Rennen sensationell auf das Podest. Der HRT-Ford-Racing-Pilot holte damit nach 37 Jahren wieder ein Top-3-Ergebnis für die Marke Ford in der DTM – ein Meilenstein für den neuen Ford Mustang GT3. Wiebelhaus setzte sich dabei in einem harten, aber fairen Teamduell gegen den Pole-Setter Arjun Maini durch.
Das Rennen im kompakten Überblick (Keyfacts)
- Austragungsort: Dekra Lausitzring (Klettwitz)
- Lauf: Saisonrennen 6 von 16
- Streckenprofil: 3.478 Meter Länge
- Witterung: Sonnig bei rund 32 °C Lufttemperatur
- Pole-Position & schnellste Runde: Arjun Maini (HRT Ford Racing, Ford Mustang GT3) mit einer Qualifying-Zeit von 1:19,750 Minuten und der besten Rennrunde von 1:20,423 Minuten.
Strategie und Reifenpoker bringen die Entscheidung
Das Rennen begann mit Vorteilen für den von der Pole-Position gestarteten Arjun Maini. Cairoli lauerte dahinter auf Rang zwei, gefolgt von Thiim und Wiebelhaus. Die Vorentscheidung fiel in der Boxengasse: Cairoli stoppte früh in Runde 10. Als Maini wenig später die Box verließ, nutzte Cairoli den Reifenvorteil eiskalt aus und zog in Runde 13 am Inder vorbei, der noch mit kalten Pneus kämpfte.
In der zweiten Rennhälfte entwickelte sich ein intensiver Zweikampf an der Spitze. Während Thiim mit schnellen Runden immer näher an den Führenden heranrückte, verteidigte der in Como aufgewachsene Cairoli die Spitzenposition fehlerfrei bis zur Zielflagge.

Die weiteren Top-Platzierungen
Hinter den Podiumsrängen landete Arjun Maini auf dem vierten Platz. Knapp dahinter folgte Mirko Bortolotti im Lamborghini auf Rang fünf. Die Top 10 komplettierten:
- Luca Engstler (Lamborghini Temerario GT3)
- Kelvin van der Linde (BMW M4 GT3 Evo)
- Maro Engel (Mercedes-AMG) – trotz einer absolvierten Penalty-Lap
- Marco Wittmann (BMW)
- Thomas Preining (Porsche) – verteidigte den letzten Punkt knapp vor Lucas Auer, der damit neuer Gesamtzweiter ist.
Stimmen der Piloten nach dem Rennen
Matteo Cairoli (Sieger): „Das war einer der emotionalsten Siege überhaupt. Nicki Thiim hat mich bei dieser Hitze extrem gefordert, und meine Reifen waren am Limit. Ich bin einfach nur überglücklich.“
Nicki Thiim (Platz 2): „Ein echtes Auf und Ab an diesem Wochenende. Nach der verpassten Chance am Samstag tut dieses Podium in der Hitzeschlacht extrem gut. Die Duelle haben riesigen Spaß gemacht.“
Finn Wiebelhaus (Platz 3): „Ein Traum wird wahr. Mein Aufstieg vom Kart in die DTM innerhalb von sechs Jahren macht mich stolz. Das Duell mit Arjun war intensiv, blieb aber absolut fair.“
Rennergebnis: 6. DTM-Lauf (Lausitzring)
- Matteo Cairoli (I / Ferrari)
- Nicki Thiim (DK / Aston Martin) | +0,413 Sek.
- Finn Wiebelhaus (D / Ford) | +5,392 Sek.
- Arjun Maini (IND / Ford) | +8,118 Sek.
- Mirko Bortolotti (I / Lamborghini) | +8,607 Sek
Das komplette Rennergebnis finden Sie hier
Fazit: Ein historischer DTM-Sonntag in der Lausitz
Das sechste Saisonrennen auf dem Dekra Lausitzring bot Motorsport der Extraklasse. Matteo Cairoli bewies unter extremen Bedingungen Nervenstärke und belohnte sich nicht nur mit dem Sieg, sondern auch mit der Tabellenführung. Doch das Rennen ging vor allem durch seine Marken-Vielfalt in die Geschichte ein: Das erste DTM-Podium für Aston Martin durch Nicki Thiim und das emotionale Ford-Comeback auf dem Treppchen durch Youngster Finn Wiebelhaus zeigen, wie ausgeglichen und spannend die aktuelle DTM-Saison ist. Der Reifenpoker bei über 32 Grad hat einmal mehr bewiesen, dass in dieser Serie die Strategie genauso wichtig ist wie der reine Speed auf der Strecke.
FAQ – Häufig gestellte Fragen zum DTM-Rennen auf dem Lausitzring
Wer hat das sechste DTM-Saisonrennen auf dem Lausitzring gewonnen?
Der Italiener Matteo Cairoli (Emil Frey Racing) sicherte sich im Ferrari 296 GT3 Evo den Sieg beim Sonntagsrennen in Klettwitz. Es war sein zweiter Rennerfolg in dieser Saison.
Wer führt aktuell die DTM-Fahrerwertung an?
Nach seinem Triumph auf dem Lausitzring hat Matteo Cairoli die Führung in der Gesamtwertung übernommen. Auf dem zweiten Platz der Meisterschaftstabelle folgt Lucas Auer im Mercedes-AMG.
Warum war das Rennergebnis historisch für Aston Martin und Ford?
Nicki Thiim holte mit Platz zwei das erste Podium für Aston Martin in der Geschichte der DTM. Finn Wiebelhaus sorgte als Dritter im Ford Mustang GT3 für den ersten Ford-Podestplatz in der Rennserie seit 37 Jahren.
Wie waren die Wetterbedingungen beim DTM-Lauf auf dem Lausitzring?
Das Rennen fand unter extremen Bedingungen statt. Bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen von rund 32 Grad Celsius wurden sowohl die Fahrer als auch die Reifen extrem gefordert.
Wer stand auf der Pole-Position und fuhr die schnellste Rennrunde?
Der indische Rennfahrer Arjun Maini (HRT Ford Racing) dominierte das Qualifying mit einer Pole-Zeit von 1:19,750 Minuten und sicherte sich im Rennen auch die schnellste Runde mit 1:20,423 Minuten. Am Ende belegte er den vierten Platz.
















