
Moderne OBD2-Diagnosegeräte ermöglichen es Hobbyschraubern, den Fehlerspeicher des Autos selbst auszulesen und Werkstattkosten zu sparen. Doch die Grenze zwischen nützlicher Hilfe und kostspieligem Risiko ist schmal: Während einfaches Auslesen des Fehlerspeichers harmlos ist, können fehlerhafte Codierungen oder das falsche Zurücksetzen von Systemen die Fahrsicherheit gefährden oder teure Steuergeräteschäden verursachen
Diagnosegeräte zum auslesen des Fehlerspeichers beim Auto gibt es in verschiedenen Variationen. So gibt reine Handheld Geräte vom Einsteiger bis zum Profigerät oder für eine Auto Marke oder mehrere Marken. Weiterhin gibt es App basierte Diagnosegeräte und zu guter letzt Diagnosesoftware für das Notebook oder PC so zum Beispiel das bekannte VCDS welches von verschiedenen Firmen in Deutschland mit verschiedenen Lizenzen und kabelgebunden (HEX-V2) oder kabellos (HEX NET) vertrieben wird.

Die ganzen Systeme unterscheiden sich in Preis und Umfang stark. So gibt es Handheld Geräte schon ab ca. 50 Euro, nach oben offen bei professionellen Werkstattgeräten. Auch gibt es bei den Handheld Diagnosegeräten auch Geräte (ab ca. 400 Euro) wo man damit nicht nur die Fehler auslesen und löschen kann sondern auch Funktionen freischalten und codieren kann. Das gleiche gilt für die App basierten Scanner, diese sind meisten günstiger aber man muss je nach Anbieter des Scanners ein Abo abschließen und für manche Funktionen nur mal als Beispiel die elektrische Handbremse zurückstellen, extra die Funktion für einen Obulus freischalten muss.
Ist ein Diagnosegerät für Privatpersonen sinnvoll
Ein ganz klares ja, die Geräte sind schon sinnvoll nur sollte man wissen das so ein Diagnosegerät nur den oder die Fehler löscht und den Gang zur Werkstatt nicht erspart. Sei denn man ist ein erfahrener Schrauber. Warum ist es sinnvoll? Nur mal ein Beispiel man fährt in den Urlaub etc. und es kommt unterwegs die Motorkontrollleuchte und der Motor geht in den Notlauf, anhalten Fehler löschen wenn der Fehler sporadisch auftritt lässt er sich löschen und die Fahrt geht weiter. Bei statischen Fehlern (dauerhaft anliegender Fehler) muss die Ursache erst beseitigt werden bevor man den Fehler löschen kann.
Aber man muss auch sagen man muss schon wissen was man macht aus Spass rumspielen sollte man möglichst unterlassen wenn man nicht weiss was man tut. Als kleiner Tipp bevor man eine Funktion freischalten möchte (zum Bsp. Die Spiegel automatisch anklappen) immer eine Sicherung vor dem codieren oder freischalten machen, sollte etwas schief gehen so kann man wieder den vorherigen Stand wiederherstellen. Auch bei der Fehlerdiagnosen sollte man schon wissen das der Fehler genannt wird aber, es sich nicht um das betroffene Bauteil sondern um einen Kabelbruch handeln könnte. Zum reinen Fehler auslesen ist es schon sinnvoll da die Werkstätten für das reine Fehlerauslesen hohe Preise aufrufen.
Immer Originalgeräte kaufen
Es gibt natürlich Klone aus Fernost billige Systeme und Software nur das Geld was man erst einmal spart kann man schnell draufzahlen. Einerseits gibt es rechtliche Risiken aber auch technische Risiken. Ich selber kenne drei, vier Fahrzeuge wo durch so einen „ China Kracher“ man sich die Steuergeräte zerschossen hatte und das wird dann sehr teuer. Das nächste ist bei Originalen Geräten bekommt man vom Hersteller Support und natürlich auch Updates für eine gewisse Zeit.
Fazit Diagnosegeräte fürs Auto Sinnvoll oder Risiko
Ein Diagnosegerät ist für Privatpersonen durchaus sinnvoll, solange man verantwortungsvoll damit umgeht und keine Billig-Klone verwendet. Für einfache Fehlerdiagnosen spart man Geld, für Codierungen braucht man Erfahrung – und immer ein Backup.
















