Auto & Mobiles BMW Autobahnassistent: Über 200 Millionen Kilometer freihändig in Europa

BMW Autobahnassistent: Über 200 Millionen Kilometer freihändig in Europa

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Automatisiertes Fahren mit dem BMW Autobahnassistent
Automatisiertes Fahren mit dem BMW Autobahnassistent im BMW iX3 © BMW AG

Die teilautomatisierte Fahrfunktion von BMW setzt neue Maßstäbe auf den Straßen. Weltweit haben Kunden bereits über 200 Millionen Kilometer ohne Hände am Lenkrad zurückgelegt. Das System entlastet Fahrer auf Autobahnen bei Geschwindigkeiten von bis zu 130 km/h im sogenannten SAE-Level 2 und beweist seine Zuverlässigkeit täglich im realen Einsatz.

Die wichtigsten Funktionen im Überblick

  • Modellvielfalt: Verfügbar in der 5er- und 7er-Reihe, im iX, X5, X6, X7, XM sowie im neuen iX3 und dem kommenden i3.
  • Smarte Steuerung: Automatische Längs- und Querführung inklusive Spurwechsel per Blickbestätigung in den Außenspiegel.
  • Entry-2-Exit: Volle Unterstützung von der Autobahnauffahrt bis zur Abfahrt via BMW Maps bei aktiver Navigation.
Beide Generationen des BMW Autobahnassistent
Beide Generationen des BMW Autobahnassistent: Links im 5er BMW (2023) und rechts im BMW iX3 © BMW AG

Europaweite Expansion dank DCAS-Zulassung

Während die Vorgängergeneration auf Deutschland, die USA und Kanada beschränkt war, ermöglicht die neue Technologie grenzübergreifendes Reisen. Dank der neuen europäischen DCAS-Zulassung funktioniert das System künftig in über 20 Ländern. Neben der DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz), Frankreich, Italien und den Benelux-Staaten folgen zeitnah weitere Länder wie Großbritannien, Spanien und Portugal.

Das Sicherheitskonzept hinter dem freihändigen Fahren

Die Technik basiert auf einem mehrstufigen Sicherheitskonzept für maximale Zuverlässigkeit im Alltag:

  • Präzise Ortung: Kameras, hochauflösende HD-Karten und ein dedizierter ADAS-Sicherheits-Chip sichern die Spurführung ab. Seitenkameras überprüfen fortlaufend die mittige Positionierung in der Spur.
  • Aufmerksamkeits-Kontrolle: Eine Innenraumkamera analysiert Blickrichtung, Augenstatus und Kopfbewegungen. Erkennt das System eine Unaufmerksamkeit oder das Ende einer geeigneten Strecke (z. B. eine Abfahrt), wird der Fahrer sofort zur Übernahme aufgefordert.
  • BMW Symbiotic Drive: Das System erlaubt ein nahtloses Zusammenspiel zwischen Mensch und Maschine. Fahrer können bei Bedarf selbst beschleunigen, lenken oder bremsen, ohne dass sich die automatische Längs- und Querführung sofort komplett abschaltet.

Rechtlicher Rahmen: Wer haftet beim teilautomatisierten Fahren?

Obwohl das System die Steuerung des Fahrzeugs weitgehend übernimmt, handelt es sich um ein System nach SAE-Level 2. Das bedeutet: Die rechtliche Verantwortung verbleibt zu jeder Zeit vollständig beim Fahrer. Die eingebaute Innenraumkamera stellt sicher, dass die Person am Steuer das Verkehrsgeschehen permanent im Blick behält und sofort eingreifen kann. Im Gegensatz zu Level-3-Systemen, bei denen die Haftung unter strengen Bedingungen zeitweise auf den Hersteller übergehen kann, bleibt der Mensch hier der primäre Fahrzeugführer.

Der Marktvergleich: Wie schlägt sich BMW gegen die Konkurrenz?

Während der BMW Autobahnassistent ein komfortables, freihändiges Fahren bis 130 km/h auf Basis einer Aufmerksamkeitskamera ermöglicht, gehen andere Hersteller leicht unterschiedliche Wege:

  • Mercedes-Benz: Bietet mit dem Drive Pilot bereits ein zertifiziertes Level-3-System an. Dieses erlaubt es dem Fahrer, sich rechtlich legal komplett vom Verkehrsgeschehen abzuwenden – ist aktuell jedoch meist auf geringere Geschwindigkeiten in Stausituationen begrenzt.
  • Tesla: Setzt mit dem „Autopilot“ oder „Full Self-Driving“ (FSD) primär auf ein reines Kamerasystem. In Europa fordert Tesla aufgrund der regulatorischen Vorgaben jedoch weiterhin den regelmäßigen, physischen Handkontakt am Lenkrad und bietet kein flächendeckendes, rein blickbasiertes Freihandsystem bis 130 km/h wie BMW.

Fazit: Ein echter Sicherheitsgewinn für die Praxis

Wenn das teilautomatisierte Fahren technologisch so ausgereift und praxiserprobt ist wie bei BMW, ist es eine hervorragende Unterstützung im Alltag. Es entlastet auf Langstrecken spürbar und reduziert Ermüdungserscheinungen. Da es sich um ein Level-2-System handelt, bleibt die Haftung zwar komplett beim Fahrer, doch das System zwingt den Fahrer durch die Aufmerksamkeitskamera dazu, fokussiert zu bleiben.

Autobahnassistent im BMW i5
Besonderes Sicherheitskonzept des Autobahnassistent im BMW i5 © BMW AG

Durch das permanente Zusammenspiel von Sensoren, Kameras und dem aufmerksamen Fahrer entsteht ein Sicherheitsnetz, das im Ernstfall kritische Situationen entschärfen und unter Umständen schwere Unfälle verhindern kann. Im Vergleich zu langsameren Systemen der Konkurrenz bietet BMW damit aktuell einen der besten Kompromisse aus maximaler Reisegeschwindigkeit und spürbarer Entlastung.

Joerg
Hallo ich bin der Jörg und der Gründer dieser Webseite. Ich bin gelernter Kfz Schlosser mit Kfz Meistertitel mit genügend Berufserfahrung und früher aktiv im Fußball später im Motorsport mit der Sicht eines Mechanikers und als Fahrer unterwegs mit Interesse für Neuheiten aus der Automobilwelt sowie technischen Innovationen aus der digitalen und analogen Welt. Ich schreibe hier über alles rund ums Thema Auto den Sport (Motorsport & Fußball) sowie alles was aus der digitalen und analogen Welt stammt. Als Fan des guten Klang´s hab ich schon das ein oder andere Hifi Gerät unter die Lupe genommen.