Auto & Mobiles 50 Jahre BMW Helme – Meilensteine in Sachen Kopfschutz

50 Jahre BMW Helme – Meilensteine in Sachen Kopfschutz

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Helm System 8 Carbon
Helm System 8 Carbon © BMW AG
50 Jahre BMW Motorradhelme: Die Evolution des Systemhelms im Überblick
Sicherheit und Komfort auf zwei Rädern hängen maßgeblich vom passenden Kopfschutz ab. Als BMW Motorrad im Jahr 1975 seinen ersten eigenen Motorradhelm vorstellte, legte das Unternehmen den Grundstein für eine jahrzehntelange Entwicklungsgeschichte. Besonders die Einführung des Klapphelms – des sogenannten Systemhelms – im Jahr 1981 prägte die gesamte Branche. Wir blicken auf die wichtigsten Meilensteine und technischen Innovationen der letzten fünf Jahrzehnte zurück.
Die Anfänge: Vom Integralhelm zum ersten Klapphelm
Die Geschichte des BMW-Kopfschutzes begann mit einer Kooperation und einem echten Klassiker:
  • 1975 – Der BMW Integralhelm („Römer-Helm“): Zusammen mit dem Hersteller Römer entwickelte BMW einen Vollschutzhelm aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK). Mit einem Gewicht von 1.400 Gramm, einem Leder-Innenfutter und integrierten Leuchtstreifen setzte das Modell frühe Maßstäbe in Sachen Sichtbarkeit und Leichtbau.
  • 1981 – Der wegweisende Systemhelm I: Dieser Helm revolutionierte den Markt. Erstmals besaß ein Helm ein komplett abnehmbares Kinnteil. Dadurch ließ sich der Kopfschutz mit wenigen Handgriffen in eine luftige Off-Road- oder Jet-Variante umwandeln – ein Meilenstein für die Flexibilität auf Touren.
Aerodynamik und Belüftung im Fokus der 80er und 90er Jahre
In den folgenden Generationen konzentrierten sich die Ingenieure vor allem auf die Reduzierung von Windgeräuschen und die Optimierung des Fahrkomforts im Windkanal:
  • 1985 – Systemhelm II: Bei diesem Modell wurde die Helmschale aerodynamisch optimiert, um Luftverwirbelungen, Auftrieb und Windgeräusche zu minimieren. Zudem führte BMW ein innovatives Luftkanal-System ein, das Frischluft ohne Zugluft garantierte und das Beschlagen des Visiers verhinderte.
  • 1989 – Systemhelm III: Neben der Erfüllung der neuen Sicherheitsnorm ECE 22-03 brachte diese Generation ein per Tastendruck um 100 Grad aufklappbares Kinnteil. Dies erleichterte besonders Brillenträgern das Auf- und Absetzen erheblich.
  • 1997 – Systemhelm 4: Hier kamen erstmals moderne High-Tech-Materialien wie Kevlar und Carbon zum Einsatz. Das dreidimensional geformte Visier bot eine völlig verzerrungsfreie Sicht.
BMW Motorrad Integralhelm
BMW Motorrad Integralhelm © BMW AG
Die Jahrtausendwende: Neue Sicherheitsnormen und High-Tech-Materialien
Ab dem Jahr 2001 hielten fortschrittliche Textiltechnologien und extrem leichte Werkstoffe Einzug in die Serienproduktion:
  • 2001 – Systemhelm 4 EVO & Elite: Die EVO-Version erfüllte als eine der ersten die strengere Prüfnorm ECE 22-05 inklusive des separaten Kinnteiltests. Die exklusive Elite-Variante setzte vollständig auf eine extrem leichte Kohlefaser-Schale (Carbon), was das Gewicht um rund 180 Gramm senkte. Zudem kam ein temperaturregulierendes Innenmaterial (Schoeller ComfortTemp) zum Ausgleich von Hitze und Kälte zum Einsatz.
Einzug der Elektronik: Ruhe und Kommunikation im Helm
Mit dem Fortschritt der digitalen Technik veränderten sich auch die Ansprüche an Tourenhelme. Das Hauptaugenmerk lag nun auf Konnektivität und Akustik:
  • 2005 – Systemhelm 5: Dieser Helm gehörte mit einem gemessenen Geräuschpegel von nur 86 dB(A) bei 100 km/h zu den leisesten Klapphelmen seiner Zeit. Die größte Neuerung war jedoch das integrierte Bluetooth-Kommunikationssystem (WCS 1), das eine drahtlose Sprachverbindung zwischen Fahrer und Sozius selbst bei höheren Geschwindigkeiten ermöglichte.
  • 2009 – Systemhelm 6: Dieses Modell kombinierte eine moderne Viergelenkmechanik für das Kinnteil mit einer stufenlos verstellbaren, integrierten Sonnenblende sowie einem beschlagfreien Doppelscheibenvisier.
Helm System 7 Evo
Helm System 7 Evo

Die wichtigsten BMW Helm-Meilensteine im Vergleich

Modell Einführungsjahr Material der Helmschale Wichtigste Innovation
Integralhelm 1975 Glasfaserverstärkter Kunststoff (GFK) Erstes Modell, Leuchtstreifen für Sicherheit
Systemhelm I 1981 Stabile Glasfaserschale Abnehmbares Kinnteil (Modular-Konzept)
Systemhelm II 1985 Optimierte GFK-Schale Integriertes BMW Luftkanal-System
Systemhelm 4 Elite 2001 Carbon / Kevlar Extremes Leichtgewicht, temperaturregulierend
Systemhelm 5 2005 GFK- / Carbon- / Kevlar-Laminat Integriertes Bluetooth-System (WCS 1), Aeroakustik
Systemhelm 6 2009 Glasfaserverstärkter Kunststoff Viergelenkmechanik, stufenlose Sonnenblende

Fazit: 50 Jahre Evolution für den Kopfschutz

Die Entwicklung von den einfachen Glasfaserschalen der 1970er Jahre bis hin zu den heutigen High-End-Modellen wie dem System 8 Carbon zeigt deutlich, wie sehr sich die Ansprüche an Sicherheit und Komfort verändert haben. Was als reiner Aufprallschutz begann, ist heute ein hochkomplexes System aus Aerodynamik, integrierter Kommunikation und Leichtbau-Materialien.
Joerg
Hallo ich bin der Jörg und der Gründer dieser Webseite. Ich bin gelernter Kfz Schlosser mit Kfz Meistertitel mit genügend Berufserfahrung und früher aktiv im Fußball später im Motorsport mit der Sicht eines Mechanikers und als Fahrer unterwegs mit Interesse für Neuheiten aus der Automobilwelt sowie technischen Innovationen aus der digitalen und analogen Welt. Ich schreibe hier über alles rund ums Thema Auto den Sport (Motorsport & Fußball) sowie alles was aus der digitalen und analogen Welt stammt. Als Fan des guten Klang´s hab ich schon das ein oder andere Hifi Gerät unter die Lupe genommen.