Sport 24-Stunden-Rennen in Spa Francorchamps: Drama, Hitzeschlacht und Jubiläen

24-Stunden-Rennen in Spa Francorchamps: Drama, Hitzeschlacht und Jubiläen

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24H Spa Francorchamps 2026 - Porsche feiert Gesamtsieg
24H Spa Francorchamps 2026 - Porsche feiert Gesamtsieg © Porsche AG

Die 78. Ausgabe der CrowdStrike 24 Hours of Spa bot den Fans spektakulären Motorsport auf höchstem Niveau. Bei hochsommerlichen Bedingungen und extremer Hitze auf dem 7,004 Kilometer langen Formel-1-Kurs in Belgien kämpften die Teams nicht nur gegen die Konkurrenz, sondern auch gegen die enormen Temperaturen. Am Ende triumphierten drei Marken mit völlig unterschiedlichen Geschichten.

Porsche feiert historischen Gesamtsieg nach sensationeller Aufholjagd

Die großen Sieger des Langstreckenklassikers heißen Thomas Preining (Österreich), Ricardo Feller (Schweiz) und Bastian Buus (Dänemark). Ihr Erfolg im Porsche 911 GT3 R des Teams Lionspeed GP (Startnummer 80) grenzt an ein Wunder. Wegen eines außerplanmäßigen Motorenwechsels musste das Trio das Rennen als Vorletzte aus der Boxengasse aufnehmen.

Mit einer fehlerfreien Fahrt kämpften sich die drei DTM-Piloten kontinuierlich nach vorne. Am Sonntagmorgen gegen 8:30 Uhr übernahm Thomas Preining erstmals die Spitze. In den letzten fünf Stunden gaben sie die Führung nur noch während der Boxenstopps kurz ab. Nach 541 Runden überquerten sie die Ziellinie mit einem Vorsprung von 12,3 Sekunden.

Für die Marke war es ein historischer Triumph: Passend zum Jubiläum „75 Jahre Porsche Motorsport“ trug sich der Hersteller zum neunten Mal in die Siegerliste des seit 1924 ausgetragenen Rennens ein. Zuletzt gelang dies Porsche im Jahr 2020. Das starke Teamergebnis rundeten das Team Schumacher CLRT auf Platz vier und das Trio Schuring/Boccolacci/Picariello auf Platz acht ab. Damit landeten drei Porsche in den Top 10.

Mercedes-AMG glänzt zum Jubiläum auf dem Podium

Den zweiten Platz im Gesamtklassement sicherte sich das Mercedes-AMG Team MANN-FILTER. Die Performance-Fahrer Lucas Auer, Maro Engel und Luca Stolz zeigten im Mercedes-AMG GT3 mit der Startnummer 48 eine fehlerfreie Leistung.

24H Spa Francorchamps 2026 - zweiten Platz im Gesamtklassement sicherte sich das Mercedes-AMG Team MANN-FILTER
24H Spa Francorchamps 2026 – zweiten Platz im Gesamtklassement sicherte sich das Mercedes-AMG Team MANN-FILTER © Mercedes Benz AG

Auch für Mercedes-AMG stand das Wochenende im Zeichen der Tradition. Genau 55 Jahre zuvor, am 25. Juli 1971, holte der legendäre Mercedes-Benz 300 SEL 6.8 (die „Rote Sau“) in Spa den Klassensieg und Platz zwei im Gesamtklassement – ein Meilenstein für AMG.

Das Team Winward Racing bewies beim diesjährigen Rennen ein glückliches Händchen bei den Strategieentscheidungen während der frühen Gelbphasen. Sechs Stunden vor Rennende lagen die Top-4-Fahrzeuge innerhalb von zwei Sekunden. Obwohl die Startnummer 48 die Führung zwischenzeitlich durch einen gegnerischen Boxenstopp-Overcut verlor, verteidigte das Trio den zweiten Platz bis zur Ziellinie.

Weitere Mercedes-Ergebnisse:

  • PRO-AM Cup: Das GetSpeed Team PCX Racing (#999) holte bei seinem Spa-Debët direkt den dritten Platz in der Klasse.
  • Ausfall: Das Top-5-Auto von Verstappen Racing (#3) musste nach einem nächtlichen Boxen-Zwischenfall mit beschädigter Motorkühlung aufgeben.

BMW M Motorsport dominiert die Klassen, verpasst aber das Gesamtpodium

Für BMW M Motorsport verlief das Rennen im Gesamtklassement enttäuschend. Trotz fehlerfreier Leistungen reichte die Performance im Trockenen nicht für den Kampf ganz an der Spitze. Der bestplatzierte BMW M4 GT3 EVO war die Startnummer 46 vom Team WRT mit den Fahrern Dan Harper, Max Hesse und Superstar Valentino Rossi auf Gesamtrang sechs. Das Trio lag in den Morgenstunden sogar in Führung, verlor danach aber an Boden.

24h Spa Francorchamps 2026 - Gold Cup: Ugo de Wilde, Tim Tramnitz und Jens Klingmann gewannen im BMW M4 GT3 EVO von ROWE Racing
24h Spa Francorchamps 2026 – Gold Cup: Ugo de Wilde, Tim Tramnitz und Jens Klingmann gewannen im BMW M4 GT3 EVO von ROWE Racing © BMW AG
Grund zur Freude gab es dennoch in den Klassenwertungen:
  • Gold Cup: Ugo de Wilde, Tim Tramnitz und Jens Klingmann gewannen im ROWE Racing BMW (#998) die Klasse mit sechs Runden Vorsprung (Gesamtrang 11). Für Formel-Nachwuchsfahrer Tim Tramnitz war es das erste 24-Stunden-Rennen überhaupt.
  • Silver Cup: Das Team WRT (#30) sicherte sich den zweiten Platz und verpasste den Klassensieg um nur elf Sekunden.
  • Bronze Cup: Paradine Competition (#991) fuhr ebenfalls auf den starken zweiten Rang.

Großes Pech hatte die favorisierte Startnummer 98 von ROWE Racing (Farfus/Dennis/Marciello), die durch zwei unverschuldete Reifenschäden auf Platz neun zurückfiel. Das WRT-Schwesterauto (#32) wurde bereits beim Start beschädigt und schied kurz vor Schluss mit einem mechanischen Defekt aus. Die zweite Paradine-Mannschaft (#992) schied sogar schon in der ersten Runde durch eine unverschuldete Kollision aus.

Fazit des Rennens

Die 78. Auflage der 24 Stunden von Spa war ein Rennen der strategischen Meisterleistungen. Porsche nutzte seine Chance optimal und siegte durch Konstanz von ganz hinten. Mercedes-AMG belohnte sich im Jubiläumsjahr mit einem fehlerfreien zweiten Platz. BMW zeigte zwar die beste Breite in den Cup-Klassen (Gold, Silber, Bronze), haderte jedoch mit der absoluten Pace und Rennglück im Kampf um den Gesamtsieg.

FAQ – Häufig gestellte Fragen
  • Wer hat das 24-Stunden-Rennen in Spa gewonnen?
    Das Trio Thomas Preining, Ricardo Feller und Bastian Buus im Lionspeed GP Porsche 911 GT3 R (#80).
  • Wie viele Runden wurden gefahren?
    Die Sieger absolvierten 541 Runden auf dem 7,004 Kilometer langen Circuit de Spa-Francorchamps.
  • Welchen Platz erreichte Valentino Rossi?
    Valentino Rossi belegte gemeinsam mit Dan Harper und Max Hesse im WRT-BMW #46 den sechsten Gesamtrang.
  • Welches Jubiläum feierte Mercedes-AMG?
    Mercedes feierte das 55-jährige Jubiläum des Klassenerfolgs der legendären „Roten Sau“ aus dem Jahr 1971.
  • Wer gewann den Gold Cup?
    Der Klassensieg im Gold Cup ging an den ROWE Racing BMW #998 mit Ugo de Wilde, Tim Tramnitz und Jens Klingmann.

Das komplette Ergebnis aller Klassen und Sessions können Sie auf der Webseite der Intercontinental GT Challenge nachlesen.

 

Joerg
Hallo ich bin der Jörg und der Gründer dieser Webseite. Ich bin gelernter Kfz Schlosser mit Kfz Meistertitel mit genügend Berufserfahrung und früher aktiv im Fußball später im Motorsport mit der Sicht eines Mechanikers und als Fahrer unterwegs mit Interesse für Neuheiten aus der Automobilwelt sowie technischen Innovationen aus der digitalen und analogen Welt. Ich schreibe hier über alles rund ums Thema Auto den Sport (Motorsport & Fußball) sowie alles was aus der digitalen und analogen Welt stammt. Als Fan des guten Klang´s hab ich schon das ein oder andere Hifi Gerät unter die Lupe genommen.